Unsere Welt neu denken

Vielleicht das wichtigste Buch auf lange Zeit: Maja Göpel hinterfragt konsequent alle die Mythen, die dafür Sorgen, daß wir diese Welt gegen die Wand fahren. Obwohl wir die Grenzen unseres Planeten schon lange kennen (und überschritten haben), ändert sich… nichts. Paradoxerweise führen auch die technischen Errungenschaften beim Umweltschutz dazu, daß mehr verbraucht wird.

»Die weltweiten Krisen in Umwelt und Gesellschaft sind kein Zufall. Sie offenbaren, wie wir mit uns und dem Planeten umgehen, auf dem wir leben. Wenn wir diese Krisen meistern wollen, müssen wir uns die Regeln bewußt machen, nach denen wir unser Wirtschaftssystem aufgebaut haben. Erst wenn wir sie erkennen, können wir sie auch verändern – und unsere Freiheit zurückgewinnen.«

Göpel, M. (2020): Unsere Welt neu denken. Eine Einladung (2. Aufl.). Berlin: Ullstein Verlag, S. 36

In ihren Kapiteln über das zugrundegelegte einseitige Menschenbild, über Wachstum und Entwicklung, den technologischen Fortschritt, den Konsum und dessen Kosten für andere und die Vernachlässigung von übergeordneten gesellschaftlichen Interessen, macht sie die erforderlichen Weichenstellungen deutlich. Das ernüchtert: Ohne radikales Umdenken haben wir keine Zukunft. Riesengroß erscheinen die Aufgaben und das Echo in der Politik minimal. Andererseits tut die Klarkeit gut: Wege tut sich auf, wir müssen sie einfach nur gehen. Wie Mose können wir diese neue alte Welt schon vor uns sehen.

Zitate aus Maja Göpels eminent wichtigem Buch finden sich am Ende dieses Beitrags.


Vertraut den neuen Wegen – Klaus-Peter Hertzsch hat es in seinem Gesangbuchlied auf den Punkt gebracht:

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr euch weist,
weil Leben heisst: sich regen, weil Leben wandern heisst.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte L
and.

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit.
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt.
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen, das Land ist hell und weit.


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